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Unter einer Allergie versteht man eine überschießende Reaktion des Immunsystems nach wiederholtem Kontakt mit Stoffen, die von ihm als fremd erkannt werden, so genannten Allergenen. Allergene sind Stoffe, die bei Allergikern die Bildung von Abwehrstoffen (Antikörpern) hervorrufen, obwohl sie den Organismus an und für sich nicht bedrohen:
 

  • Inhalations-Allergene (über die Atmung):
    z.B. Gräserpollen, Pilzsporen, Mehl, Wohnungsstaub, Tierhaare
  • Haut-Allergene (über die Haut):
    z.B. Wiesenpflanzen, Nickel, Duftstoffe, Primeln
  • Nahrungsmittel- oder Arzneimittel-Allergene (über den Mund):
    z.B. Milch, Eier, Krebse, Fisch, Fleisch, Schmerzmitte, Penicillin
  • Insektenstich- und Injektions-Allergene:
    z.B. Bienengift, Wespengift, Medikamente bei Injektionen

Welche Formen der Allergie gibt es?

Arten allergischer Reaktionen

1. Soforttyp – Reaktionen

Beschwerden können innerhalb von Minuten nach Allergen-Kontakt auftreten

Typische Beschwerdebilder einer Typ1-Allergie:

  • Heuschnupfen, Bindehautentzündung
  • Atemnot (allergisches Asthma)
  • Juckreiz, Nesselausschlag (Urtikaria)
  • Bauchkrämpfe, Durchfall (Diarrhoe)
  • Kreislaufversagen (Schock)

Mögliche Auslöser sind: Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Insektengifte, Berufssubstanzen, Nahrungsmittel, Arzneimittel. usw.

Arten allergischer Reaktionen

2. Spättyp-Reaktionen

Die Beschwerden treten meist erst Tage nach direktem Allergen-Kontakt auf.

Erkrankungsbild:
Kontaktekzem (Rötung, Juckreiz, Bläschenbildung, offene und nässende Stellen, Krustenbildung).

Mögliche Auslöser sind: Kosmetik-Inhaltsstoffe, Metalle (wie Nickel), Berufssubstanzen (Friseurprodukte, Gummi, Kunstharze, Textilfarben, usw.)

Weitere Informationen zu den Allergie Formen finden Sie unter: www.netdoktor.at

Formen der Allergie

Heuschnupfen

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Heuschnupfen
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Wodurch wird Heuschnupfen ausgelöst?
Heuschnupfen wird vor allem durch Blütenpollen (Bäume, Gräser, Unkräuter) verursacht. Allergene (Pollen) gelangen mit dem Atem an die Schleimhäute der Atemwege. Dort erkennen die Körperzellen das Allergen als Fremdkörper und beginnen mit der Produktion von Abwehrstoffen (Antikörper: Sensibilisierungsphase). Bei erneuter "Begegnung" mit diesen Pollen werden allergische Reaktionen ausgelöst (Reaktionsphase).
Pollen sind so leicht, dass sie an warmen, trockenen Tagen hunderte Kilometer weit getragen werden können.

Wie äußert sich Heuschnupfen?
Die häufigsten Symptome sind: Tränen und Juckreiz von Augen und Nase. Bei Lungenbeteiligung besteht auch Husten und Atemnot. Generell kann es zu Müdigkeit bzw. Abnahme der Leistungsfähigkeit kommen.

Was kann man tun und was soll man vermeiden?
Erst wenn man das Allergen kennt, ist die Vermeidung möglich. Um herauszufinden, auf welche Substanz der Körper allergisch reagiert, steht dem Arzt eine Hauttestung (Pricktest) zur Verfügung. Überdies ist es möglich, die speziellen Antikörper und deren Menge im Blut festzustellen (RAST).

Formen der Allergie

Allergisches Asthma

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Wodurch wird allergisches Asthma ausgelöst?
Für allergisches Asthma gelten oft dieselben Auslöser wie für "Heuschnupfen" (Pollen, Hausstaubmilben, usw.). Körperliche Anstrengung, Kälte, aber auch Zigarettenrauch können Asthma deutlich verschlechtern. Asthma ist keine psychogene Erkrankung, kann aber durch seelische Strapazen verstärkt werden.

Wie äußert sich allergisches Asthma?
Durch Einatmen des Allergens verkrampft sich beim Betroffenen die Bronchialmuskulatur und die Schleimhäute schwellen an. Der Asthmatiker leidet unter Erstickungsängsten, weil er Mühe hat, die eingeatmete Luft wieder aus den Lungenbläschen herauszubekommen. Asthmaanfälle treten häufig in der Nacht während des Schlafes auf.

Symptome sind beispielsweise Gefühl der Enge im Brustkorb, Pfeif- und Rasselgeräusche beim Ausatmen, bläulich verfärbte Lippen (durch Sauerstoffmangel).

Formen der Allergie

Hautallergien

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Wodurch werden allergische Hauterkrankungen ausgelöst?
Die Haut als größtes Organ des Menschen bietet einen Schutzschild gegen jegliche Umwelteinflüsse. Dies kann durch allergische Reaktionen erheblich beeinträchtigt werden.

Allergische Hauterkrankungen:

  • Urtikaria (=Nesselausschlag): Kennzeichen sind stark gerötete und juckende Quaddeln, meist begleitet von starkem Juckreiz. Die Quaddeln sind flüchtig, d.h. sie bleiben nicht wie z.B. beim Ekzem an derselben Stelle, sondern "verschwinden" nach einigen Stunden und tauchen an anderer Stelle wieder auf. Auslöser sind vielfältig (Pollen, Stäube, Nahrungsmittel, Arzneimittel, Bienen-Wespengifte, Hitze, Kälte, Druck...) Häufig ist daher die Ursache nicht festzustellen, man spricht dann von "chronisch, idiopathischer Urtikaria". Die Therapie erfolgt meist mit Antihistaminika.
  • Das allergische Kontaktekzem entsteht im Kontaktbereich mit dem Allergen. Verursachende Stoffe sind Metalle (Nickel), Kosmetika, Berufssubstanzen, Textilien. usw.
  • Die Neurodermitis (atopisches Ekzem) wird nicht durch äußere Kontaktstoffe verursacht und ist keine allergische Erkrankung im herkömmlichen Sinn. Ihr liegt eine erbliche Anlage zugrunde. Wie es zum Ausbruch der Krankheit kommt ist nicht gänzlich erforscht. Ein wichtiger Faktor ist sicherlich das Nervensystem.

Wie äußern sich allergische Hauterkrankungen?
Beim allergischen Kontaktekzem treten erst ein bis zwei Tage später Rötungen, Schwellungen und schließlich kleine Bläschen auf. Bei Fortdauer des Kontaktes wird das Kontaktekzem chronisch und kann auf andere Körperstellen übertreten ("streuen").

Neurodermitis tritt überwiegend in den frühen Kindheitstagen auf und kann über Jahre hinweg andauern. Quälender Juckreiz, nässende, verkrustete (später auch trockene) Hautausschläge kennzeichnen dieses Krankheitsbild. Betroffen sind hauptsächlich Gesicht, Hals, Nacken, Ellenbogen und Kniekehlen.

Was kann man tun und was soll man vermeiden?
Entscheidend bei der Kontaktallergie ist die Suche nach der verursachenden Substanz mit Hilfe spezieller Testmethoden (Epikutantest). Zur Abheilung der Hauterkrankungen führt nur die Vermeidung der entsprechenden Substanz. Bei Neurodermitis ist Zusammenarbeit zwischen Betroffenem und Arzt zur Erstellung eines geeigneten Therapiekonzeptes wichtig.

Formen der Allergie

Sonstige allergische Reaktionen

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Histamin-Intoleranz
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Insektengiftallergien
Meist gegen Wespen- oder Bienengift. Handtellergroße Schwellungen im Stichbereich deuten auf eine beginnende Insektengiftallergie hin.

Typischerweise nehmen die Beschwerden bei den nachfolgenden Stichen derselben Insektenart an Stärke zu. Die Symptome reichen von Nesselausschlag, Juckreiz am gesamten Körper, Atemnot, Bauchkrämpfen bis hin zum lebensbedrohlichen Kreislaufschock (innerhalb weniger Minuten!).

Allergene Nahrungsmittel
(z.B. Nüsse, Früchte, Gemüse, tierisches Eiweiß) lassen sich oft sehr schwer nachweisen, da die Beschwerden sehr variieren können. Die Abklärung erfolgt wiederum mit einem Hauttest und entsprechender Antikörperbestimmung im Blut.

Pollenallergiker können ebenfalls an einer Überempfindlichkeit gegen bestimmte Nahrungsmittel leiden.

Pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie:
Birke: Apfel, Pfirsich, Kirsche, Karotte, Haselnuss, Kiwi
Gräser: Tomate, Melone, (Erdnuss, Hülsenfrüchte),
Beifuß: Sellerie, Gewürze (Kümmel, Anis, Wermuth, u.a.), Karotte
Ragweed: Melone, Zucchini

*) Über Wirkung und mögliche unerwünschte Nebenwirkungen
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